Hier ist auch der angemessene Platz für eine Zusammenarbeit zwischen Selbsthilfegruppen und Experten, zwischen MESSIES und Angehörigen, Behörden und Hilfsorganisationen. Diese Tagungen sollen auch international gesehen zur Realität werden.
Ich meine, MESSIES aus den verschiedenen Gruppen könnten alles, was sie sich vornehmen, potenzieren, wenn sie sich auch mit den anderen Selbsthilfegruppen ähnlicher Richtung träfen. So können sie sich wechselseitig helfen, wohin auch immer sie sich zu entwickeln hoffen. Wesentlich ist hier die kontinuierliche Arbeit. Deswegen sollen die Abstände zwischen den einzelnen Fachtagungen nicht zu groß sein.
So besteht für die Fachtagung folgendes Konzept:
· Erfahrungsvermittlung aus den verschiedensten Bereichen zum Beispiel: Therapie, Forschung, Hilfsorganisationen usw.
· Arbeitsgruppen für MESSIES, Angehörige und andere
· Ideenentwicklung und Erfahrungsaustausch der Arbeitsgruppen
Das Treffen zur MESSIE - Fachtagung kann man als konsequentes Ergebnis einer gelungenen Selbsthilfegruppenentwicklung ansehen. Denn wer in Selbsthilfegruppen geht, hat eine bestimmte Auffassung davon, wie er mit seinen seelischen Problemen am besten umgeht. Sein Behandlungskonzept beruht bewusst oder unbewusst auf der Meinung, es sei am besten, die eigenen Chancen zur Problemlösung im Gespräch mit anderen zu entwickeln. Diese Menschen realisieren auf ganz andere Weise, als es der Einzelkämpfer in seiner Isolation macht: Er meint eben nicht, mit allem allein fertig werden zu müssen, obwohl er natürlich weiß, dass nur er allein seine Probleme lösen kann.
Außerdem überschreitet jedes Gruppenmitglied bei diesen Treffen die eigenen Grenzen und das ist die entscheidende Wende nach außen. Zusätzlich erweitert sich das Bewusstsein des Messie - Erlebens mit einer Intensität, die anders gar nicht erreicht werden könnte. Darüber hinaus kommt es nicht nur zu einem Informationsaustausch untereinander, sondern auch mit der Öffentlichkeit und mit Experten. So wächst ein soziales Bewusstsein heran und der Messie gewinnt ein Verhalten, das auf Selbstbestimmung, Selbstverantwortung und größerer Sicherheit beruht.
Zur Dokumentation der 1. Fachtagung in Berlin 2000 (Drucken) (Lesen)
Zur Dokumentation der 2. Fachtagung in Göppingen 2002 (Drucken) (lesen)
Zur Dokumentation der 3. Fachtagung in Hamburg 2004
Vortrag von Marianne Bönigk-Schulz anlässlich:
der Gesundheitstage Norderstedt und Bielefeld
der Tagung in der Evangelischen Akademie Bad Boll
der Psychiatriekoordinatoren-Tagung-Meißen
letzte Aktualisierung: 24. September 2005