Lesenswertes:
Horten
Planlosigkeit
Was
sind Messies?
Warum
ist es für Messies.
Angehörige
von Messies
Broschüre:
Warum
fühlen wir uns wie blockiert
Das Messie-Syndrom
Plädoyer
für eine Blickwendung
Das
Messie-Syndrom - Primäre Symptome - Was
kann helfen? Ein Versuch der Bewältigung...
Rat
und Hilfe für Angehörige und Freunde der
Menschen mit einem Messie-Syndrom
Wissens. Archiv
2009
Diplomarbeit von Kerstin Albrecht (Hochschule Mannheim Fakultät
Sozialwesen)
2001 Diplomarbeit
von Frau Koch im org. (Universität Köln)
Zusammenfassung der Diplomarbeit
von
Frau Raskob (Uni. Bielefeld)
2002 Diplomarbeit:
Sozialpädagogik
Brunhilde
Arlt
Diplomarbeit: Sozialpädagogik
von Sylvia
Schönherr (Fachhochschule Ludwigshafen)
2004 Diplomarbeit
von
Frau Manuela
Furlani (Uni. Essen)
Interventionsmöglichkeiten beim Messie-Syndrom
Psychoanalytische versus verhaltensorientierte Methoden
Abschnitt 1
Titel 1
Titel 2
Titel 3
Abschnitt 2
Titel 1
Titel 2
Titel 3
Titel 4
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Bildbeschriftung
Worum
geht es beim Messie-Syndrom?
„Jede
Kleinigkeit verlangt von mir eine riesige Anstrengung, obwohl ich mich
doch zusammennehmen möchte. Ich schäme mich vor meinem Mann, der doch
Verständnis für mich hat. Ich kann es einfach nicht. Ein Geschirrtuch
in die Hand nehmen? Schon das geht über meine Kräfte. Ich soll kochen
und möchte es auch gern tun. Aber auch das kann ich nicht. Hunderte von
kleinen Gedanken beschäftigen mich, ohne dass ich sie in Zusammenhang
bringen kann. Ich lasse alles laufen, und mir ist dabei todlangweilig
... Irgendwann lasse ich alles fallen und ergreife unter irgendeinem
Vorwand die Flucht.“
Wenn
in den Medien vom Messie-Syndrom die Rede ist, steht die spektakuläre
Darstellung von Wohnungen im Vordergrund, die bis an die Decke voll gestopft
sind. Nach meiner langjährigen Erfahrung mit Messies ist das jedoch
eher ein äußerliches Symptom tiefer liegenden Störungen.
Um
die Grundstörung, an der Messies leiden, in den Blick zu bekommen, ist
eine grundsätzliche Blickwendung nötig. In meinen Augen lässt sich
die Problematik, die dem Messie-Syndrom zugrunde liegt, im wesentlichen
auf vier Kernpunkte zurückführen:
-
Messies sind
dadurch
gekennzeichnet,
dass
sie sich über einen langen Zeitraum blockiert
und gehemmt fühlen,
-
dass
sie vorgefassten Ideen verhaftet bleiben,
-
dass
sie in einmal gelernten Gedanken und
Reaktionen
festgefahren sind,
-
dass
sie keinen Anfang und kein Ende kennen.
Dieses
Erleben bringt automatisch Handlungsschwierigkeiten mit sich. Man hat
das Gefühl, dass die Energie nicht ausreicht, um ganz normale Arbeiten
zu verrichten. Situationen, die ein Handeln erfordern, schrecken ab und
werden vermieden. Das betrifft Menschen, die sich selbst als
„Messies“ bezeichnen, in besonders schwerem Ausmaß und mit oft
tragischen Folgen. Sie haben größere Schwierigkeiten als andere mit
dem Sortieren und mit der organisatorischen, planerischen und zeitlichen
Einschätzung von Handlungen, die eigentlich Routinetätigkeiten sein
sollten.
Diese Unzulänglichkeit macht sich vor allem beim
Umsetzen von Gedanken in Handlungen bemerkbar. Messies planen, etwas zu
tun; der Wunsch oder die Idee kann sehr stark sein. Dann kommt eine
andere Idee oder ein anderer Wunsch und noch eine ... - doch die
Verwirklichung bleibt aus. „Dieses mache ich später ... Jenes
mache ich morgen ...“ Weder später noch morgen werden die Ideen
in Handlungen umgesetzt. Stattdessen kommt es immer nur zu begrenzten,
zusammenhanglosen Handlungen, die Konzentrationsstörungen und schließlich
eine dauernde Handlungsunfähigkeit nach sich ziehen. Im
tragischen Endzustand wird jede Tätigkeit unmöglich.
Etwa fünfzehn
Prozent der Bevölkerung kennen Anteile des Messe-Erlebens, besonders
Situationen von Existenzangst oder der altersbedingten Angst, sich an
wichtige Dinge nicht erinnern oder Dingen nicht die richtige Wertigkeit
zuordnen zu können. Zur krankhaften Ausprägung des Messie-Syndroms mit
seinen typischen Verhaltenssymptomen kommt es bei etwa zwei Prozent der
erwachsenen Bevölkerung. Das Leid des Messie - Erlebens, die Auswirkung
auf die engere Umgebung sowie die Folgen für die Angehörigen können
dramatisch sein. |